Der Alpago ist ein Süd-West
orientiertes Amphietheater in Richtung des Sees Santa Croce mit einer Höhe von
ca. 400 m, das sich an den Ostabhang des „Col Visentin“ stützt. Die
Bergkette die ihn begrenzt und die ihn von dem Friaul trennt, öffnet sich von
Nordwesten nach Südosten mit den sich bis zu über 2000m ansteigenden Gipfeln
des Col Nudo, Teverone und Cavallo. Sie fällt dann Richtung Osten sanft gen
Hochebene des Cansiglio ab, letzte natürlich dominierende Stufe der Ebenen des
Veneto / Friaul.
Die ca. 10.000 Einwohner des Alpago leben auf einer Höhe von 400 - 1000m,
vereinigt in einer Myriade malerischer und ruhiger Weiler, von denen noch einige
den ursprünglichen antiken Charakter bewahrt haben. Oberhalb dieser Grenze und
bis zu einer Höhe von 2471m des Col Nudo, des höchsten Gipfels, ist nur die
alpine, wilde , kahle und fesselnde Umgebung fähig unvergleichbare Situationen
und Momente anzubieten. Das Gebiet des Alpago wird von der Gemeinde Chies
d’Alpago (718m), Pieve d’Alpago (690m), Puos d’Alpago ( 419m) und Tambre
(923m) verwaltet. Der untere Teil der Mulde wird von der Gemeinde Farra, in der
Nähe des Sees und von Puos, das ein paar Kilometer vom See entfernt liegt
verwaltet.
Es ist ein wahres Paradies für diejenigen die sich wünschen die noch
authentischen Berggegenden kennenzulernen, persönliche Situationen und
angenehmere Lösungen zu suchen um ein wenig die Freizeit zu verbringen.
Der Alpago ist imstande Interesse zu wecken, zu zerstreuen und zu verwundern:
wenige Kilometer und kurze Zeit um vom Strand des Sees St. Croce, der bekannt für
die bemerkenswerten Frühlings – und Sommerwinde und somit besonders attraktiv
für den Windsurf - und Segelsport ist, zu den Weilern und Weiden des Hoch
Alpago welche zu Fuss , mit dem Mountain Bike oder mit dem Pferd im Sommer wie
in der Herbstsaison zu schätzen sind.
Die kurzen Distanzen und ein
gutes öffentliches mehr oder weniger charakteristisches Anbieternetz
erleichtert es Stärkung zu finden, das in der Lage ist typische lokale Produkte
anzubieten.
Wer hingegen starke Emotionen sucht, kann sich immer in anstrengenden
Exkursionen herausfordern, zu Fuss oder mit den Wanderskiern, längs Abhängen
und schwindelerregender Geröllfelder oder längs des Höhenwegs No7
gekennzeichnet vom österreichischen Alpinisten Pàtera über die Wasserscheide
seiner Bergkette; zu Pferd zwischen Veneto und Friaul, indem man an den klaren
Tagen mit dem Blick gen Süden Venedig und die Lagune oder Richtung Westen die
Dolomiten, die Gletscher Österreichs und im Osten die Berge Sloveniens sucht.
Intensivste Emotionen für denjenigen, der hingegen entscheidet sich vom Monte
Dolada mit dem Drachenflieger oder dem Gleitschirm zu stürzen.
Der Cansiglio
Die enorme Hochebene, welche sich von der Bergkette des Alpago lieblich Richtung
Osten ausbreitet um sich fast am Felsvorsprung oberhalb des Veneto – Friaul zu
zeigen, ist der Cansiglio, dessen Platz mit einer schwankenden Höhe von ca.
1000m eine weite Mulde in einer vierseitigen Form mit erhobenen Rändern
darstellt, die von einem herrlichen Wald bestehend aus Buchen und Kiefern mit
knapp 7000 Hektar bedeckt ist. Ein riesiges grünes Meer, antiker „Wald der
Dogen“ oder „Wald von Reme“ von den Durchlauchten; der Cansiglio ist heute
ein natürliches Reservat, wo vor dem aussterben bedrohte Tiere und
Pflanzenarten leben. Es handelt sich um ein ausgedehntes Karstgebiet ohne oberflächliches
Wasser, das sich hingegen in den unzählbaren natürlichen Auffangbecken oder
kleinen Mulden sammelt um dann wieder an die Basis der selben Hochebene zum
Vorschein kommt um den See S. Croce oder die Seen des Val Lapisina, das von
Alpago Richting Veneto abfällt, zu nähren; aber auch die Quellen der Wasserläufe
des friaulischen Abhangs in der Gemeinde von Polcenigo, wie die prächtige „Santissima“
und der Gargazzo von welchem die Lienza entsteht. Dank der Reinheit der
Kalkfelsen zeigt sich der „Karsismus“ an dem Südorientalischen Abhang mehr
entwickelt.
Tatsächlich konzentriert sich hier die grösste Anzahl der Auffangbecken die
aus wissenschaftlichen aber auch aus sportlichen Zwecken erforscht werden, da
sie ideale Sitze für die Höhlenkunde darstellen. Zu den bedeutendesten zählen
der „Bus“ und die „Lum“ 185m tief und der „Bus della Genziana“ 587m
tief mit einer horizontalen Entwicklung von 3 Kilometern.
Das Wasser das nicht durch die poröse Hochebene sickert und welches in den
„Klingen“ stagniert, sowie natürliche Senkungen mit Schlamm wiederbedeckt
bilden die untentbehrliche Wasserreserve für das kostbare Leben der Fauna. Der
Lebensraum des Cansiglio wurde immer von den Gemeinschaften der Gämsen,
Hirsche, Dammwild, Auerhähnen und Mäusebussarden bestimmt, sowie kürzlich
wieder vom Luchs und den nach langen Abwesenheitsjahren erscheinenden Bären
wieder entdeckt. Der Cansiglio, natürliche Quelle von unvergleichbarem
Interesse lässt auch den menschlichen Aktivitäten Raum, die mit der
Waldinstandhaltung und der Waldkultur, der Landwirtschaft mit der Milchkäseproduktion
bester Qualität verbunden sind. Sowie im Sommer als auch im Winter wird dem
Touristen ein unbegrenztes Wegenetz, welches durch den Wald auf die umgebenden Höhen
emporklettert geboten, des weiteren verfügt es über Skiabfahrtspisten,
Langlaufloipen, einen Golfplatz mit 18 Löchern und über Reitbahnen.
Das natürliche und historische Interesse findet im ökologischen „Museum
Zanard“ und im botanischen Garten, der zahlreiche lokale Fauna – und
Floraexemplare sammelt, seine Genugtuung. Die Geschichte der nach Roana
emigrierten Gemeinschaft aus Cimbra (des Cansiglio), hierbei handelt es sich um
eine der 7 Gemeinden der Hochebene des Asiago, die Ende des 18.Jh. beginnend
dokumentiert und gesammelt wurde und heute im Ätnographischen Museum des „Pian
Osteria“ zu sehen ist, stellt berühmte handgemachten Gegenstände,
insbesondere kreisförmige Behälter und verschieden grosse Bütten aus, die die
sogenannten „Cimbri“ von einem einzigen Meisterstück in Buchenarbeit
erhielten. In Vallorch und le Rotte kann man immer noch den angenehmen
architektonischen und ästhetischen Reiz vergangener Zeiten bewundern, wo einst
die ersten Familien, gesammelt in ihren Dörfern, lebten. Hier fehlt nie der
typische Teller bestehend aus Polenta (Maisbrei), Rehfleisch und Pilzen.
Kürzlich brachte man Grundmauer der grossen Häuser zum Vorschein, die aus
einer der ältesten Siedlungen stammen. „Canje Vecio“ war bis vor kurzem
unter den Wurzeln jahrhundertealter Bäume und Moos begraben und ist heute zu
sehen auf einer kleinen Wanderung durch den Wald.
Die Universität Ferrara bestätigt auf Grund von Nachforschungen und
Ausgrabungen, das die Hochebene schon seit ca. 10.000 Jahren vom Menschen
bewohnt wurde: man fand Gegenstände aus Kieselstein, Reste von Siedlungen und
Bruchstücke aus dem Leben der Familien der Jägernomaden, die in der guten
Saison in diesen Bereich umzogen um zu jagen und die Felle zu bearbeiten. Dies
kam alles an den Orten Palughetto, „Malga“(bewohnte Alm) Lissandri, Bus und
Lum zum Vorschein .
Geschichtliche Daten
Von 1420 bis 1776 bedienten sich die Adligen des Waldes um Holz für die Schiffe
der Arsenale und vor allem für die Mastbäume zu liefern; nach ihrem Untergang
wurde das bewaldete Gebiet von den Franzosen und Österreichern, die sich ihrer
auf Grund militärischer Zwecke bedienten, benutzt. 1871 sanktionierte das
Italienische Königreich die Unveräusserlichkeit jenes Staatsgutes. Die geschützte
Leitung setzte sich mit dem Betrieb des Staates für die Staatswälder und
darauf folgend mit den Institutionen der Regionen fort; mit dem regionalen
Betrieb des Friaul und des Veneto verwirklicht sich heute im Bereich des Veneto
der Ackerbau und wird fortgeführt von dem regionalen Betrieb des Friaul auf
eigenem Territorium.
Territoriums betreffend fällt der Cansiglio zurück an folgende Gemeinden von
Belluno; Tambre und Farra d’Alpago, an die Gemeinden von Treviso; Sarmede,
Fregona und jene des Porenonesi; Caneva, Polcenigo Budoia.
Betrachtung
In einer Provinz der Dolomiten, in der die intensive touristische Entwicklung
vielen Zentren Glück gebracht hat, litten und leiden heute immer noch Gebiete
wie der Alpago und der Cansiglio sowie die anderen voralpinen Zonen im Vergleich
zu den Gebieten, die Touristisch stärker bewertet wurden. Die touristische
Aktivität hat nach dem Zweiten Weltkrieg nur am Rande die Einkünfte der
Familien und vor allem von denen der Gemeinden die sich auf der Hochebene
befinden wie Tambre – Soert – Cansiglio, wo sich mehr als 50% der jährlichen
touristischen Aufenthalte verbuchen, abgerundet. Dank der aufnahmefähigen und
erquickenden zur Küste gehörenden Strukturen, wie Camping, Windsurf – und
Segelschulen, Angeln schätzt man in Farra die bemerkenswerte touristische Präsenz.
Die Wette der Zukunft des Alpago – Cansiglio besteht darin einen richtigen
Ausgleich zwischen Forstschutz und wirtschaftlichen Aktivitäten zu finden;
einziger unverzichtbarer Zustand um die Bevölkerungsabwanderung der Hochebene
des Alpago gen unterer Bereiche einzudämmen, indem mehr Arbeitsmöglichkeiten
angeboten werden
| Der
Wald des Cansiglio Wednesday, March 21, 2001 |
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